Forderungen zum Klima – Klimaziele konkretisiert

Ein Universitätslehrer schrieb (Diskussion über #sience4future): „Was sollen sie denn fordern? – Bisher findet die Politik unter Ausschluss wissenschaftlicher Fakten statt.“ Solche Resignation kommt aus der Nichteinmischung. Klar, die Politik handelt nach der Lindner-Vorgabe: macht‘s wie ich, überlasst das den Fachleuten und lasst mich in Ruhe. Dazu definiert man Klimaziele so, dass es keine Konsequenzen haben.

Die Einhaltung der Klimaziele zu fordern, hat keinen Sinn, weil sie zu nichts verpflichten und weil es zu spät ist, wenn die Nichteinhaltung offensichtlich wird. Dabei heißt „offensichtlich“ – nach langem Gutachterstreit. Deshalb wird das ja so vereinbart: da kann jeder zustimmen, alle auf der Konferenz sind zufrieden, dem Volk ist das Maul gestopft. Das weiß jeder.

Also muss man etwas fordern, dass etwas bewirkt und ab sofort auch kontrollierbar ist, ohne zehn Jahre Gutachterstreit: einen höheren Preis für Verschmutzungsrechte. Entweder der Preis wird angehoben oder nicht. Anhebung bedeutet, dass CO2-Reduktion bares Geld bedeuten.

Ein Vorschlag war einmal: 40 $/t CO2. Dies sei die Schwelle für Windenergie. Ob das so stimmt, ist  sicher Gutachterstreit. Der heute Preis bewirkt nichts. Das steht fest. Ab einer Reduktionswirkung haben wir ein ökonomisches Maß. Das bewirkt eine sinnvolle Diskussion. Bislang hat vieles Kindergartenniveau, wie ‚Die Grünen fliegen am meisten‘. Praktischer gedacht wäre: Hauptsache sie zahlen und das Geld verbilligt die Bahnfahrt.

Die ganze Kunst ist: eine konkrete Forderung, der Objektivität innewohnt. Was ist objektiver als ein Preis? Zumindest im Kapitalismus? Die Aktivisten machen es leider den Politikern nach und fordern die Einhaltung der Klimaziele. Da dies nichts bedeutet, werden die Klimaziele sicher verfehlt. Diese ‚sience4future‘ wollen nicht einmal über Forderungen diskutieren; geschweige eine wirksame Forderung aufstellen. Nur nicht konkret werden.

Den Preis für Verschmutzungsrechte kann man beobachten und man braucht keinen Gutachter dafür. Wir wissen, dass nur eine drastische Erhöhung etwas bewirkt, so kann man hier immer den Finger auf die Wunde legen. Und wenn die Erhöhung nichts bringt, kann man immer schlussfolgern, dass die Erhöhung nichts bewirken sollte – so wurde der Preis ja ursprünglich festgelegt. Ein solches Vorgehen, ist eines mit einem Maßstab, der konkret und praktisch ist. Moral ist die Ausrede der Feigen.


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