LSG – Vernichtung eines Menschen dauert 15 Minuten

Die Verhandlung war auf eine halbe Stunde angesetzt. Die Berichterstattung (Zusammenfassung der Akte) dauerte zehn Minuten, die mündliche Verhandlung 15 Minuten, die Urteilsfindung auch zehn Minuten – schon war ein schwer kranker Mensch arbeitsfähig geschrieben und das, ohne die Akte zu konsultieren, einfach genial.

Der Akteninhalt war eindeutig: Von 40 Befunden redeten nur drei von Arbeitsfähigkeit und auch die nur bedingt. Von diesen drei waren sich zwei erkennbar unsicher. Das LSG hat weder amtsermittelt, sich noch mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt. Juristen nennen das: Verweigerung des rechtlichen Gehörs.

Der Kläger leidet unter den Auswirkungen einer chronischen systemischen Entzündung: chronische Müdigkeit und Erschöpfbarkeit und chronische Überempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Er kann weder länger Auto fahren, noch in einem normalen Büro arbeiten und in einem weitgehend ökologischen Büro nur drei Stunden oder weniger. Dies bestätigen fünf Ärzte direkt, andere indirekt. Dies wurde dem LSG in einer Übersicht (Synopse – Akte umfasst drei Ordner) präsentiert. Das Urteil war also willkürlich und verstößt gegen Verfassung und Gesetze.

Letzteres und dessen juristische Möglichkeiten werden nun unsere Sorge sein und das weitere Vorgehen bestimmen.

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