Immer die gleichen Fehler

Wer krank wird, geht zum Arzt. Chronisch Kranke finden dort wenig Hilfe. Verzweifelt hoffen Sie auf den Gutachter.

Gutwillig gehen sie dort hin, „bewaffnet“ mit Publikationen, die sie mühsam aus dem Internet gefischt haben und hoffen nun endlich Gehör zu finden. Sie wollen und brauchen Hilfe. Sie sind darauf eingestellt, dass es niemanden gibt in dieser Welt, der ihre Interessen vertritt, sondern nur jene, die alles tun, dass sie ihr Recht nicht bekommen, dass die Gesellschaft nicht erfährt, was die modernen Gefahren sind und ihre Rechtspflege danach ausrichtet.

Die chronisch Vergifteten bringen nun denen Informationen, die sie nicht wollen, erscheinen ohne Zeugen und sind dann sehr überrascht, wie sie in den Gutachten dargestellt werden. Sie haben vorher alles getan, sich im Bestzustand zu präsentieren, denn sie haben Angst einen schlechten Eindruck zu machen. So sieht der Gutachter sie nicht im Normalzustand und glaubt ihnen nicht. Und dann reden sie sich um Kopf und Kragen.

Der Grundfehler ist, dass die Betroffenen an eine Normalität glauben, wie sie sein sollte, dass Gutachter kompetent sind und der Wahrheit verpflichtet, statt eine Inkompetenz zu besitzen, die sie etwas vor allzu schlechtem Gewissen schützen.

Der Glaube an die Normalität ist der Kardinalfehler: So ergibt sich eine falsche Themenwahl. Es geht nicht um Gutachterstreit, also um zwei verschiedene, zulässige Interpretationen innerhalb einer Sachverhaltsaufklärung.

Beispiel: „Es wird entscheidend auf den Reha-Bericht ankommen“, schrieb mir eine Anwältin. Deren Mandantin wollte die Versicherung in eine Psychiatrie stecken. „Das ist Körperverletzung“, schrieb ich zurück. Die Mandantin: „Ich habe keine Kraft mehr auch „Das ist Körperverletzung“ schrieb ich zurück. Die Mandantin: „Ich habe keine Kraft mehr auch noch gegen meine Anwältin zu kämpfen.” Das ist in kargen Worten die Vernichtungsmaschine für chronisch Vergiftete.

Die Anwälte thematisieren nicht Körperverletzung und/oder Irreführung. Das ist nicht einfach, aber es ist die einzig richtige Fragestellung.

Die Umweltmediziner kritisieren den Kollegen nicht. Sie versuchen mittels Laborparameter zu überzeugen. Das kann schon deshalb nicht funktionieren, weil Gerichte nicht über Sachfragen entscheiden, sondern nur über Rechtsfragen.

Ein Generalthema ist der Stand der Wissenschaft, ein Rechtsbegriff – der allgemein anerkannte Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis. Dieser kommt in den Verfahren nicht zur Anwendung. Der Wissensstand, der zur Anwendung kommt, ist veraltet. So ergeben sich die notorischen Prozessfehler.

 

 

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3 Antworten auf Immer die gleichen Fehler

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