Körperverletzung

Zwangspsychiatrisierung ist stets Körperverletzung und zwar per Definitionem. Denn es ist Körperverletzung,  wenn sie gegen den ausdrücklichen Willen des Patienten erfolgt. Das gilt ganz unabhängig davon, ob die Therapie negative Folgen hat oder nicht. Leider lassen sich die Rechtsvertreter vieler chronisch Kranker dazu überreden, dies als Gutachterstreit auf eine andere rechtliche Ebene zu verschieben. Auch Staatsanwälte nutzen dies gern als Ausrede, um strafrechtliche Relevanz zu verneinen. Hier hat der Rechtsstaat Schieflage und das wird solang so bleiben, solange dies von Seiten der Betroffenen nicht zum Thema gemacht wird.

Ein Anwalt gab mir mit dieser Definition (Ende der 90er Jahre) das Mittel in die Hand eine Zwangsbegasung von MCS-Patienten zu verhindern. Denn eine medizinische Behandlung ist bereits bei mangelnder Aufklärung – “ohne Wissen des Patienten” – Körperverletzung, unabhängig davon, ob die Maßnahmen negative Folgen hätten oder nicht. Es war der Vorschlag eines Psychiatrieprofessors, MCS-Kranke von ihrem Wahn, vergiftet zu sein, zu heilen, indem man sie ohne Wissen begase. Auf meine Frage, was er denn mache, wenn die Patienten negativ reagierten, antwortete er, dies werde vorher ausgeschlossen. Wie denn? Na, durch Einhaltung der Grenzwerte. Dies hatte ihm ein Toxikologieprofessor der gleichen Universität versichert. Meine Mitteilung, dass dies per definitionem Körperverletzung ist, und zwar vorsätzliche, hat die Sache abrupt beendet.

Körperverletzung liegt erst recht vor, wenn Psychiatrie oder andere Psychotherapie gegen den Willen des Patienten durchgesetzt wird. Gang und Gäbe ist die die psychiatrische Reha für Vergiftete. Rechtsvertreter drängen oft die Patienten, die sich per Klage eine Rente erstreiten wollen, dazu. Hauptargument ist Kooperationspflicht. Die Versicherungen haben kein Recht eine Reha zu verlangen, die zumindest zweifelhaft ist.

Die sozialrechtliche Rechtspflege hat hier völlig versagt. Sie hat gewissermaßen das Thema verfehlt. Sie entzieht dem Hilfesuchenden seine Rechte, indem sie eine Voreiligkeit, nämlich die Entscheidung eines Gutachterstreites zugunsten der Psychothese, schon vorab als prozessleitend akzeptiert.

Das geht noch tiefer: Wenn jemand etwa feststellt, dass er immer negativ reagiert, wenn er einen bestimmt Raum betritt, ist es toxikologisch evident, dass hier etwas nicht stimmt, und zwar mit dem Raum. Erklärt man ihn zum Spinner, entkleidet man ihn seiner Menschenwürde und verletzt ihn seelisch.

Wissenschaft steht es so, dass Neurotoxika auch die Psyche beschädigen. Das ist seit Kopenhagen (WHO Konferenz 1985) bekannt. Eine begleitende Psychotherapie, etwa im Sinne eines Stresshandling, ist deshalb in manchen Fällen hilfreich. Das macht Rea in Dallas so EHC = Environmental Health Center und auch die DEGAUM (= Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin) hat dies einmal als möglichen Weg beschrieben (Wribitzki et al 2003). Aber die deutsche Scene aus Umweltmedizin und Selbsthilfegruppen hat dieses Signal verschlafen. Als das die Gegenseite gemerkt hat, hat sie wieder auf ‘Ökochonder’, ‘Rentenneurotiker’ u. dergl. umgeschaltet.

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Eine Antwort auf Körperverletzung

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