Danke! – Herr Schmidt!

Beinahe wäre die vorläufige Niederlage der Umweltbewegung in Sachen Glyphosat eine Randnotiz geworden. Aber durch das energische Vorpreschen eines Ministers, der seine letzte Chance gewahrt hat, einmal in die Schlagzeilen zu kommen, gab es nun doch eine lebhafte Diskussion und es sickerten auch Interna durch: eine kompetente Ministerin ist gegen die Verlängerung der Zulassung und ein Minister, der vier Jahre lang nicht durch Leistung aufgefallen ist, ist dafür. Das lässt einen tieferen Blick zu.

Es ist immer wieder faszinierend, wie es Monsanto – auf welchem politischen Vermittlungsweg auch immer – fertig bringt, einen erkennbar Unfähigen (er kann nicht einmal ein Herbizid von einem Insektizid unterscheiden) solange auf einem Ministerstuhl festzukleben, bis er für eine Abstimmung zum Einsatz kommt. Der Stuhl bekommt er für Verlässlichkeit, nicht für Leistung. Er muss ja auch nichts können. Die Subventionsstruktur ist seit langem so festgelegt, dass es – angeblich – ohne Chemie nicht (mehr) geht. Das muss er nur aussitzen oder -schlafen. Da stehen Fachkenntnisse und Intelligenz nur im Weg.

Die Schmidtstory hat mehr Pep als solche Spionagethriller mit „Schläfern“, die nach Jahrzehnten geweckt werden mitten im Feindesland. Die Schmidtstory ist nicht nur Korruption für Fortgeschrittene, sie zeigt auch die langfristige Planung und die tiefgreifende Planung. So ist erkennbar, wie die Politiker entmachtet werden und die Politik im Sinne von Privatinteressen moduliert wird.

Herr Schmidt hat nun erkennbar gemacht, dass er bereit ist, alle Regeln zu brechen, wenn es darum geht, den Roundup-Biovernichter Glyphosat (dazu in einem weiteren Blogartikel demnächst mehr) weiter in die Umwelt zu lassen und das auch noch ohne Not – Monsanto hätte die Abstimmung auch so gewonnen. Dank Herrn Schmidt wissen wir nun, wie es dazu kommt, dass gewisse Persönlichkeiten zu hohen Posten kommen. Er hat uns auch erkennen lassen, dass die CSU Regeln missachtet, wenn sie sich dazu verpflichtet sieht. Damit einhergehend hat er erkennbar gemacht, dass für ihn die Biologie und der Gesundheitsschutz keine hohe Priorität haben. Hohe Priorität hat eine chemikaliengerechte Landwirtschaft.

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