Verhungern oder Vergiftet – Sondermüll als Heizmaterial

Ein T-online-Bericht über die UN-Geberkonferenz zum Krieg im Jemen (6.4.2018) zeigt im Video eine Frau (Jemenitischer Flüchtling), die ins Mikro sagt: „Wir müssen Plastik verbrennen, um unser Essen zu kochen.“ – D. h. entweder verhungern oder sukzessive mit Dioxin vergiftet zu werden. Wenn nur wenige Prozent PVC im Plastik ist, entsteht Dioxin in Nanogrammmengen. Es ist in der Umwelt persistent und reichert sich in der Liposphäre an. Spitzenwerte finden sich in der Muttermilch. Einer der Gründe, warum für die Müllverbrennung Ende der 80er Jahre in Deutschland das Aus kam – Müllverbrennung mit teurer Abgastechnik. Das war meine gutachterliche Hauptaufgabe.

Für die Flüchtlinge im Jemen bedeutet dies, dass sie die Abgase ohne Filter direkt einatmen. In Deutschland wäre eine pure Plastikverbrennung gar nicht genehmigungsfähig (Sondermüll).

Der Bericht sagt: 10 000 Tode direkt, Millionen verhungern. Er sagt nicht: der Rest wird vergiftet.

Und was sagen die Vereinten Nationen? Sie warnen für einer humanitären Katastrophe. Das ist das, was unser Politik seit Jahrzehnten tun: sie warnen vor etwas, das längst eingetreten ist. Diese Gehirnwäsche vernichtet alles: Vernunft, Klima, Biosphäre. Die Plastikkocherei ist ein Beispiel, es ist typisch und kennzeichnet unsere Kultur: Krieg den Armen (zitiert nach Warren Buffet; der prophezeite „wir werden ihn auch gewinnen“.

Wie also ist die Welt zu retten? Allgemeine drastische Steuererhöhung, bis die Staaten entschuldet sind und wieder handlungsfähig. Sonst bleibt nur das Warnen und ein paar Almosen – jene Milliarden-peanuts, die bei Bankkämpfen als Abfall ab und an anfallen, was keinen schert.

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