Der Flieger ist ein ungesunder Ort – 1

Lufthansa, Condor etc. und Cicero

Es hat fast den Eindruck als hätten die Vorstände der Fluggesellschaften Cicero gelesen. “Quod non est in actiis non est in mundo” wussten schon die alten Römer (und jeder Jurist), die Welt weiß nur, was in den Akten ist,. Daraus folgt: lass nichts in die Akten, bilde keine Akten, sammle keine Unterlagen, wenn du die Welt nasführen willst.

So können die Verantwortlichen aus der Welt drängen, dass der Flieger ein ungesunder Ort ist. Da ist Handlungsbedarf anzeigt. Denn schließlich ist rechtlich der Gesundheitsschutz ein hohes Gut. Weiterlesen

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Praktische Probleme bei der Diagnose

Wir – ein Umweltarzt, ein Anwalt und ich – hatten eine Ärzteinformation geschrieben, CSN hat sie gestaltet und vertrieben. Sie wurde wohl gut verbreitet, aber falsch verwendet. Sie war nicht gedacht als Problemlöser ohne Anstrengung, sondern als Handhabe gegenüber solchen, die Wissenschaftlichkeit fordern. Denen soll damit gezeigt werden, dass sie sich schlau machen müssen.

Für den Diagnostiker sind viele Symptome (große Anzahl) lästig. Da liegt die Idee nahe, dass der Patient „spinnt“. Prof. Heuser, renommierter Umweltmediziner aus Los Angeles hat noch in seinem Studium gelernt: „Wenn ein Patient mehr als vier Symptome äußert, schicken Sie ihn zum Psychiater.“ (Vortrag Bonn 1997). Weiterlesen

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„Nur subjektiv“ – Die Objektivierung gelingt durch das Symptommuster

Vielfach finden sich unter “Anamnese” lange Listen von Beschwerden, die dann in der „Bewertung“ als „bloß subjektiv“ unter den Tisch gekehrt werden. Sie seien nicht objektiviert worden oder seien nicht objektivierbar. Das ist stets eine Ausrede, die es dem Gutachter ermöglicht, das, was offensichtlich ist, in sein Gegenteil zu verwandeln.

Die Objektivierung ist Weiterlesen

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God save America …

Wen die Götter vernichten wollen, dem nehmen sie zuerst den Verstand. Das gilt wohl auch gruppendynamisch. Jedenfalls weist die rasante Art und Weise, wie sich das Trump-Team selbst zerlegt, darauf hin. Weiterlesen

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Nichts ist Gift …der Versicherungsparacelsus

Unser Sozialrecht liest den Paracelsus verkehrt herum. Er wusste schon: „All‘ Ding sind Gift und nichts ist ohn‘ Gift“ (1540). Die Klageabweisungen im Sozialrecht gehen vom Gegenteil aus. Es erscheint besonders wissenschaftlich und objektiv, wenn etwa gesagt wird, tja, die Wirkung des Umweltgiftes ist zwar nachgewiesen, aber die Dosis war zu klein. Davon wurde schon mehrfach berichtet: Akut-Grenzwerte, veraltete Grenzwerte (vgl. die drei vorhergehenden Blogartikel) etc. oder gar eine Abschätzung ohne Kenntnis der Exposition: „Wie hoch sie ist, wissen wir nicht, nur eben dass sie zu niedrig ist.“ Die Gerichte winken das durch.

Hier sei nun berichtet, dass das auch funktioniert, wenn nicht einmal bekannt ist, welche Chemikalien das Gemisch überhaupt enthält. Weiterlesen

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Alte Grenzwerte – VOC – MAK und TVOC

Grenzwerte wie die MAK sind kein Dosismaß. Konzentrationen sind für sich noch keine Dosis. Immer wird eine bestimmte Zeitkonstante unterstellt, die außerdem mit einer Statistik verknüpft ist. Bei der HöchstmengenVO etwa ist es der Warenkorb und der durchschnittlicher Verzehr.

Bis heute wird in gutachterlichen Auseinandersetzungen die Zeitkomponente vernachlässigt. Die Haber‘ sche Regel lautet:

Dosis ist Konzentration mal Zeit.

Fehlt die Zeitkomponente, ist die gemessene Konzentration keine Dosisangabe und es kann toxikologisch daraus nichts abgeleitet werden. Gern wird der Eindruck erweckt, Konzentrationsbegrenzungen wie etwa der MAK seien eine Dosisbegrenzung. Das ist nicht der Fall.

Der MAK ist ohne jeden wissenschaftlichen Wert, solange Weiterlesen

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Alte Grenzwerte – (Ozon in Innenräumen)

Die Ozondebatte ist schon einige Zeit her und es wurden dabei keine Grenzwerte definiert. Ganz anders als die Immissionsschutzgrenzwerte der TA-Luft (IW1-Werte), die als echte Grenzwerte im Sinne der Gefahrenabwehr etabliert wurden, gibt es bei Ozon nur eine Alarmschwelle, die bekanntgegeben wird – darauf zu reagieren wird dem Einzelnen überlassen.

Diese Alarmschwelle für die Außenluft wird von Gutachtern als Grenzwert für die Innenraumluft missbraucht: Weiterlesen

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