Hyperreagibles Bronchialsystem – BK 4301,2

Beim hyperreagiblen Bronchialsystem wiederholt sich, was wir schon bei MCS erlebt haben, nämlich dass die Obstruktion (Engwerden der oberen Atemwege, Atemnot) nur dann auftritt, wenn eine Provokation durch Luftschadstoffe und/oder Nahrungsallergene vorliegt sowie von sonstigen Belastungen.

Die Gutachter beachten das nicht oder nehmen dies gar zum Anlass, Simulation oder Aggravation zu unterstellen. Die neue VersmedV ist da aber eindeutig: Unter Ziffer 4.3 wird die Hyperreagibilität genau definiert. Es kommt für die Bestimmung des Schweregrades entscheidend darauf an, wie derartige Reaktionen auftreten. Dies kann man mittels pulmologischer Testung nicht objektivieren.

Der Hintergrund ist folgender: Es handelt sich um eine chronische Schädigung des Immunsystems und nicht um eine dauerhafte organische Schädigung der Lunge. Symptome treten demnach nur auf, wenn das Immunsystem in irgendeiner Weise gestresst wird. Dies kann man zwar mittels Provokation testen, allerdings birgt dies ein Risiko. Selbst bei sorgfältiger Steigerung der  Provokation kann kein Arzt riskieren, bis zur höchsten Stufe zu gehen.

Juristisch kommt es deshalb darauf an, deutlich festzustellen, dass sich eine objektive Bewertung (objektiv im juristischen Sinn) am Stand der Wissenschaft zu orientieren hat. Das heißt in diesem Fall, dass die Diagnosekriterien der VersmedV maßgebend sind. Der Gutachter, der das nicht beachtet, muss sein Gutachten zurückziehen. Sofern er das nicht tut, kann man das Gericht darauf hinweisen. Das funktioniert, sofern alle zusammenarbeiten.

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5 Antworten auf Hyperreagibles Bronchialsystem – BK 4301,2

  1. Susanne sagt:

    Hallo,
    bei mir wurde 2010 durch Schadstoffe am Arbeitsplatz ein Hyperreagibles Bronchialsystem ausgelöst.Mußte in Löwenstein ein gutachten machen lassen es wurde nach einem Jahr endlich als Berufskrankheit anerkannt.Lebe ziehmlich isoliert,da ich seit einem halben Jahr extrem auf viele Umwelteinflüsse reagiere z.B. Abgase ,Parfüm ,Zigarettenrauch alles was mit Chemie zu tun hat.
    Bin total auf Medikamente angewiesen.

    Susanne!

  2. Helmut sagt:

    Gem. Zustand nach langjähriger Schadstoffbelastung
    Evt. chronisch Pentachlorphenol – und Lindanvergiftung
    1. Seit 1989 Infektanfälligkeit durch PCP und seine Verunreinigungen,
    siehe auch Unfallanzeige von 1998 Dr. Bergmeyer,
    2. Zeichen der chronischen Bronchitis festgestellt durch den Radiologen
    Dr. Aumann 09/2006.
    3. 02/2007 Dr. Stolpe, im Bericht: chronische Bronchitis
    Beweise: Siehe auch immer die erhöhten NSE- Werte von 2009

    Ohne Antibiotikum; 21.09.2010;Bronchiale Überempfindlichkeit (Hyper- reagibilität =Instabiles Bronchialsystem) siehe Bericht vom 29.10.2010 von Dr. Kestermann.
    Hyperreagibilität des Bronchialsystems (HRB) ist oft Folge von Chemiebelastung und eine chronische Schädigung des Immunsystems
    Arbeitsmedizinisches Zentrum 08.09.2010:Verdacht auf eine restriktive Pathologie
    4302, Lungenfibrose festgestellt durch die Radiologie Ibbenbüren.
    4301 Lungenemphysem festgestellt durch Prof. Dr. Fischer, gem. durch Infektanfälligkeit, chronische Bronchitis, Lungenentzündungen siehe Anamnese bekannt seit 1989/90
    Die Pos. zeigen, dass eine Schädigung der Lunge vorhanden ist, gem. einer HR-CT. Dieses hätte man dann auch beim Gutachter in Bad Reichenhall (Dr. Raab) feststellen müssen, wenn er dort eine HR- CT veranlasst hätte.
    Bei mir wurde nach diversen Arztbesuchen am 29.10.2010 von Dr. Kestermann. auch ein “hyperreagibles Bronchialsystem” festgestellt. Ich huste morgens sehr häufig und habe Probleme durch die kalte Luft im Schlafzimmer, im Keller und Wintertags. Es folgte eine Behandlung mit verschiedenen Kortisonsprays, erst in leichter, dann in der stärkeren Dosierung. Alles ohne Erfolg.
    Verschiedene Hustensäfte etc. halfen mir natürlich ebenfalls nicht.
    Welche Möglichkeiten bleiben denn noch?

    MfG Helmut

    Hallo Susanne,
    durch welche Schadstoffe am Arbeitsplatz ist bei Dir ein Hyperreagibles Bronchialsystem entstanden.
    MfG

    • Dr. Merz sagt:

      HBS oder Asthma bronchiale ist zunächst ein Immunschaden, wenn noch Lungenschaden hinzukommt umso schlimmer.
      Das Immunsystem im oberen Atemweg ist sensibilisiert und bei Belastung wird es eng.
      Hustensaft hilft da nicht.
      Cortison hilft akut, heilt aber nicht.
      Orthomolekularmedizin hilft als Fankierende Maßnahme.

  3. karl Glocker sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Merz
    Ich war zur Begutachtung BK 4302 bei einen Gutachter Prof. Dr. T in HD sicher bekannt

    keine Krankheit letzte Bronchitis vor 15 Jahren keine Allergie
    1990 Umgang mit Kunststoff es kam immer zu Zersetzung und freisetzung Formaldehyd und Chlorwasserstoff. Rauchen ca. 7,5 pack-years
    1990 Hausarzt Dokomentiert erstmalig eine COPD und eine Bronchitis
    Es muss meiner Ansicht nach am 25.10.1990 (einem Montag und Arbeitstag) zu einem sogenannten Reactive Airways Dysfunction Syndrome ( RADS ) gekommen sein, was vom Hausarzt Dr. Enderes am 26.10.1990 aber nicht erkannt wurde, als Arbeitsunfall, da die Symptome eines (RADS) einer Bronchitis sehr ähnlich sind.
    1992 – 1998 Mineral-Feinstaub und Schutzgas Schweißarbeiten.
    1994 – 1998 ständig Verschlimmert.
    1998 Hausarzt Dokomentiert eine ständige Behandlungs- bedürftige obstruktive Atemwegserkrankung.
    Danach Unterlassung der Tätigkeit als Bauschlosser und somit auch die Schweißarbeiten
    1998 – 2003 Betonfaher
    keine Ahnung das ich COPD habe Hausarzt sprach von Atemwegserkrankung aber nicht schlimm da noch jung 41 Jahre 1998 Rauchen ca. 12 pack-years
    2003 erster stationärer Klinik Aufenthalt Wie schon zuvor erwähnt hat der Gutachter in der Akte übersehen, dass es schon 2003 ein stationärer Aufenthalt in der Walburg Zeil Klinik in Wangen gab, bei der auch eine schwere Obstruktive Atemwegserkrankung diagnostiziert wurde, deren FEV1- Wert 22% des Solls 0,86l. also (kleiner als 50%) lagen, und es wurde auch schon gesprochen davon, das klarer Indikation zur O2- Langzeittherapie!! vorlag gesamt Wie schon zuvor erwähnt hat der Gutachter in der Akte übersehen, dass es schon 2003 ein stationärer Aufenthalt in der Walburg Zeil Klinik in Wangen gab, bei der auch eine schwere Obstruktive Atemwegserkrankung diagnostiziert wurde, deren FEV1- Wert 22% des Solls 0,86l. also (kleiner als 50%) lagen, und es wurde auch schon gesprochen davon, das klarer Indikation zur O2- Langzeittherapie!! vorlag Rauchen gesamt 1976 – 2003 ca. 21 pack-years

    Keine Verschlimmerung der seit 1990 bestehenden COPD 1998 Unterlassung kommt
    nicht ins Gutachten es besteht keine BK 4302

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